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HEFT 22 | FRÜHJAHR 2010   

 

 

Rolls-Royce Ghost
 
Der gute Geist aus Goodwood
 Rolls-Royce Ghost

Bei der Entwicklung des Rolls-Royce Ghost ging es dem Designteam darum, einen modernen Rolls-Royce zu entwickeln, der eine neue Dynamik ausdrückt, gleichzeitig aber seine luxuriösen Gene zitiert. Inspirationen holte man sich aus dem modernen Möbeldesign, der Architektur und beim Yachtbau, aber auch dem britischen Geist der 1930er Jahre – einem ambitionierten Entdeckergeist.

 „Natürlich hat der Ghost eine weniger formale Präsenz als der Phantom und unterstreicht mehr die Orientierung auf den Fahrer. Das Design drückt folgerichtig zwar die kleineren Dimensionen aus, unterstreicht aber vor allem die kraftvollen Proportionen. Er ist ohne Zweifel ein wahrer Rolls-Royce in jeder Beziehung und ohne Kompromisse“, so Chef-Designer Ian Cameron, und CEO Tom Purves ergänzt: „Mit dem weniger formalen Design möchten wir Rolls-Royce für eine breitere Käuferschicht interessant machen.“ Die fließenden Linien des Ghost sind inspiriert von der majestätischen Erscheinung einer Yacht, wobei große durchgehende Flächen von feinen horizontalen Linien definiert werden. Klassische Designelemente wie der hohe Vorbau, eine lange Motorhaube, ein kurzer vorderer Überhang, die steile A-Säule und das elegante Heck sind neu interpretiert und verleihen dem Ghost einen informellen Auftritt.

 


Moderne Akzente vermitteln die Xenon-Scheinwerfer, die die neue Evolutionsstufe des Rolls-Royce-Kühlergrills einrahmen. Laut Ian Cameron soll der Kühlergrill an den Lufteinlass eines Flugzeugtriebwerkes erinnern. Kontrastierendes Silver Satin ist als Option für Motorhaube, Kühlergrill und Frontscheibenrahmen verfügbar. Der matte Glanz wird dabei durch einen zusätzlichen Decklack auf der Silbersatinschicht erreicht. Der Einstieg in den Ghost erfolgt über massive Türen. In den vorderen Türen sind teflonbeschichtete Regenschirme integriert, die hinteren Türen wurden traditionell als hinten angeschlagene Coach-Doors konzipiert, die sich mit einem komfortablen Winkel von 83 Grad öffnen. Nachdem die Passagiere Platz genommen haben, lassen sich die Türen auf Tastendruck schließen. Hinten verbreiten die Lounge-Sitze hinter der C-Säule eine Atmosphäre von Intimität und Privatsphäre. Neben der Lounge-Sitzbank sind natürlich auch Einzelsitze optional erhältlich. Diese bieten eine Massage-funktion und haben gelochtes Leder, um Luft zur Kühlung durchströmen zu lassen.
Eine weitere Option sind klappbare Picknicktische mit feinstem Lederbezug und Holzfurnier – passend zum jeweiligen Interieur des Ghost. Diese sind an den Rückenlehnen der Vordersitze angebracht. Selbstverständlich setzt auch das Soundsystem Maßstäbe: Ein 10-Kanal-Verstärker liefert 600 Watt Lesitung für 16 Lautsprecher, USB- und AUX-Buchsen ermöglichen den Anschluss externer Audiogeräte.

Der Ghost wird von einem exklusiv für ihn entwickelten 6,6 Liter Twinturbo-V-12 angetrieben. Mit seiner Direkteinspritzung entwickelt er 570 PS, die ihn auf dem Sprint von 0–100 km/h in nur 4,9 Sekunden beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 250 km/h abgeregelt. Der Ghost ist der leistungsstärkste Rolls-Royce, den das Unternehmen je gebaut hat. Allerdings entfaltet ein Rolls-Royce seine Kraft stets elegant und angenehm, oder, wie einige Kunden es ausdrücken, sie senkt den Puls statt ihn zu beschleunigen. Die Gestaltung des Interieurs ist bei Rolls-Royce traditionell an Eleganz und Handwerkskunst kaum zu überbieten. Für jeden Inneraum werden acht ganze Lederhäute der höchsten Qualität verarbeitet, alle Sitze und Innenverkleidungen sind handvernäht. In jedem Fahrzeug wird für die Furniere immer nur das Holz eines einzigen Baumes verwendet. Das sorgt nicht nur dafür, dass die Maserung im gesamten Innenraum stimmig ist, sondern auch für eine gleichmäßige Alterung und Farbgestaltung.

Der Ghost ist in 12 Außenfarben erhältlich, die jeweils mit der optionalen Motorhaube in Silver Satin kombiniert werden können.
Fazit: Der Ghost verkörpert einen Rolls-Royce des 21. Jahrhunderts: Über 100 Jahre Erfahrung in Engineering und Design präsentieren sich in modernem und einzigartigem Stil. Auch wenn der Begriff in den Kreisen der potenziellen Kundschaft sicherlich verpönt ist, aber der Preis von ca. 250.000 Euro für den Ghost ist fast schon ein „Schnäppchen“.
 

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Rolls-Royce Ghost

Beim Rolls-Royce Ghost gibt es noch den traditionellen Starterknopf: „Gentlemen, please start your engine.“

Rolls-Royce Ghost

Die hinteren Türen wurden klassisch als hinten angeschlagene Coach-Doors konzipiert, die sich mit einem komfortablen Winkel von 83 Grad öffnen.

Hinter den klappbaren Picknicktischen im Fond befinden sich zwei 9,2-Zoll-LCD-Bildschirme, durch die bei der Option Theater-Konfiguration alle nicht direkt das Fahren betreffenden Einstellungen bedient werden können.

 


Weitere Informationen:
www.rolls-roycemotorcars.com
 

 

 

 

 

 

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