 Der gute
Geist aus Goodwood
Rolls-Royce Ghost
Bei der Entwicklung des Rolls-Royce Ghost ging es dem
Designteam darum, einen modernen Rolls-Royce zu entwickeln,
der eine neue Dynamik ausdrückt, gleichzeitig
aber seine luxuriösen Gene zitiert. Inspirationen holte man sich
aus dem modernen Möbeldesign, der Architektur und beim Yachtbau,
aber auch dem britischen Geist der 1930er Jahre – einem
ambitionierten Entdeckergeist.
„Natürlich hat der
Ghost eine weniger
formale Präsenz als der Phantom und unterstreicht mehr
die Orientierung auf den Fahrer. Das Design drückt folgerichtig
zwar die kleineren Dimensionen aus, unterstreicht aber vor allem
die kraftvollen Proportionen. Er ist ohne Zweifel ein wahrer
Rolls-Royce in jeder Beziehung und ohne Kompromisse“, so Chef-Designer
Ian Cameron, und CEO Tom Purves ergänzt: „Mit dem weniger
formalen Design möchten wir Rolls-Royce für eine breitere
Käuferschicht interessant machen.“ Die fließenden Linien des
Ghost sind inspiriert von der majestätischen Erscheinung einer
Yacht, wobei große durchgehende Flächen von feinen horizontalen
Linien definiert werden. Klassische Designelemente wie der
hohe Vorbau, eine lange Motorhaube, ein kurzer vorderer Überhang,
die steile A-Säule und das elegante Heck sind neu interpretiert
und verleihen dem Ghost einen informellen Auftritt.
Moderne
Akzente vermitteln die Xenon-Scheinwerfer, die die neue
Evolutionsstufe
des Rolls-Royce-Kühlergrills einrahmen. Laut Ian Cameron
soll der Kühlergrill an den Lufteinlass eines Flugzeugtriebwerkes
erinnern. Kontrastierendes Silver Satin ist als Option für
Motorhaube, Kühlergrill und Frontscheibenrahmen verfügbar.
Der matte Glanz wird dabei durch einen zusätzlichen Decklack
auf der Silbersatinschicht erreicht. Der Einstieg in den Ghost
erfolgt
über massive Türen. In den vorderen Türen sind teflonbeschichtete
Regenschirme integriert, die hinteren Türen wurden
traditionell als hinten angeschlagene Coach-Doors konzipiert, die
sich mit einem komfortablen Winkel von 83 Grad öffnen. Nachdem
die Passagiere Platz genommen haben, lassen sich die Türen
auf Tastendruck schließen. Hinten verbreiten die Lounge-Sitze
hinter der C-Säule eine Atmosphäre von Intimität und Privatsphäre.
Neben der Lounge-Sitzbank sind natürlich auch Einzelsitze
optional erhältlich. Diese bieten eine Massage-funktion und haben
gelochtes Leder, um Luft zur Kühlung durchströmen zu lassen.
Eine weitere Option sind klappbare Picknicktische mit feinstem
Lederbezug und Holzfurnier – passend zum jeweiligen Interieur
des Ghost. Diese sind an den Rückenlehnen der Vordersitze angebracht.
Selbstverständlich setzt auch das Soundsystem Maßstäbe:
Ein 10-Kanal-Verstärker liefert 600 Watt Lesitung für 16
Lautsprecher,
USB- und AUX-Buchsen ermöglichen den Anschluss externer
Audiogeräte.
Der Ghost wird von einem exklusiv für ihn entwickelten 6,6 Liter
Twinturbo-V-12 angetrieben. Mit seiner Direkteinspritzung
entwickelt
er 570 PS, die ihn auf dem Sprint von 0–100 km/h in nur
4,9 Sekunden beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei
250 km/h abgeregelt. Der Ghost ist der leistungsstärkste Rolls-Royce, den das Unternehmen je gebaut hat. Allerdings entfaltet
ein Rolls-Royce seine Kraft stets elegant und angenehm, oder, wie
einige Kunden es ausdrücken, sie senkt den Puls statt ihn zu
beschleunigen.
Die Gestaltung des Interieurs ist bei Rolls-Royce traditionell an
Eleganz und Handwerkskunst kaum zu überbieten. Für jeden Inneraum
werden acht ganze Lederhäute der höchsten Qualität verarbeitet,
alle Sitze und Innenverkleidungen sind handvernäht. In jedem
Fahrzeug wird für die Furniere immer nur das Holz eines einzigen
Baumes verwendet. Das sorgt nicht nur dafür, dass die Maserung im
gesamten Innenraum stimmig ist, sondern auch für eine gleichmäßige
Alterung und Farbgestaltung.
Der Ghost ist in 12 Außenfarben erhältlich, die jeweils mit der
optionalen Motorhaube in Silver Satin kombiniert werden können.
Fazit: Der Ghost verkörpert einen Rolls-Royce des 21.
Jahrhunderts: Über 100 Jahre Erfahrung in Engineering und Design
präsentieren sich in modernem und einzigartigem Stil. Auch wenn
der Begriff in den Kreisen der potenziellen Kundschaft sicherlich
verpönt ist, aber der Preis von ca. 250.000 Euro für den Ghost ist
fast schon ein „Schnäppchen“.
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