 SLR Stirling
Moss
350 km/h im Open-Air-Jet
Weder Dach noch Windschutzscheibe trennen Fahrer und Beifahrer
beim Genuss einer neuen Hochgeschwindigkeits-faszination im SLR
Stirling Moss. Mit seiner langen Haube, den charakteristischen
Hutzen sowie nur winzigen Windabweisern interpretiert er den
Mythos des 300 SLR auf neue und innovative Weise. Mit seinem 650
PS starken V8-Kompressormotor beschleunigt er in weniger als 3,5
Sekunden von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt
350 km/h – so offen und gleichzeitig so schnell ist man mit keinem
anderen Serienauto unterwegs.
TEXT THOMAS KLOCKE
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FOTOS MERCEDES
BENZ
Drei Buchstaben
genügen, um Auto-Fans ins Schwärmen zu bringen: SLR. Den Mythos
dieser Buchstabenkombination hat der Rennfahrer Stirling Moss
mitbegründet. Moss, der als einer der besten Rennfahrer aller
Zeiten gilt, fuhr viele seiner größten Erfolge 1955 auf einem
Mercedes-Benz 300 SLR ein. Die Mille Miglia fuhr er in der heute
noch gültigen Rekordzeit von zehn Stunden, sieben Minuten und 48
Sekunden mit einem Durchschnittstempo von 157,65 km/h. Aber nicht
nur der Brite sammelte Erfolge im Mercedes-Benz 300 SLR. Auch der
spätere fünfmalige Formel-1-Weltmeister Juan Manuel Fangio und
Karl Kling fuhren den Sportwagen aus Untertürkheim auf
Spitzenplätze. Der Meister auf der Rennpiste war damals der 300
SLR. Der Meister des 300 SLR aber war Stirling Moss.
Neuinterpretation der legendären 300 SLR Rennsportwagen
Aus diesem Grund trägt die moderne Neuauflage des legendären SLR
den Namenszusatz Stirling Moss völlig zu Recht. Schließlich stellt
Mercedes-Benz in Kooperation mit Formel-1-Partner McLaren mit dem
neuen SLR Stirling Moss nicht nur eine begeisternde stilistische
Neuinterpretation des ehemaligen Dienstwagens des Briten auf die
Räder, sondern vereint den Charakter der modernen SLR-Modelle mit
der Faszination des SLR von 1955 – übrigens genau 75 Jahre nach
dem Erscheinen des ersten Silberpfeils. Der neue SLR Stirling Moss
stellt mit seinem ungewöhnlichen Konzept die nachdrücklichste
Erinnerung an die ruhmreiche SLRGeschichte aus den 1950er Jahren
dar und verbindet die Kernwerte der historischen und der aktuellen
SLR-Modelle.
Ganz der Vorgabe des 300 SLR folgend, ist der neue Silberpfeil
puristisch ausgestattet unter Verzicht auf Seitenscheiben oder
Dach. Vor dem Fahrtwind schützen Fahrer und Beifahrer lediglich
zwei wenige Zentimeter hohe Windabweiser. Ihre Rücken decken wie
beim 300 SLR in der historischen Mille-Miglia-Ausführung zwei in
die Karosserie integrierte Hutzen, die je einen Überrollbügel
tragen. Ist der Beifahrerplatz nicht besetzt, kann er – ebenfalls
vorbildgetreu – durch ein so genanntes Tonneau Cover abgedeckt
werden, um die Aerodynamik weiter zu verbessern. Mit diesem
radikalen Konzept unterscheidet sich der neue SLR Stirling Moss
optisch deutlich von allen anderen Fahrzeugen, die zur Klasse der
Elite-Sportwagen zählen.

350 km/h für ganz neue Open-Air-Erfahrungen
Wie die legendären Rennsportfahrzeuge von damals begeistert auch
der SLR Stirling Moss durch enorme Leistungsfähigkeit. Mit einer
Beschleunigung von null auf 100 in weniger als 3,5 Sekunden und
einer Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h erschließt der neue
puristische Hochleistungssportwagen ganz neue Dimensionen des
Offenfahrens. Nicht nur wegen der beeindruckenden Leistungswerte,
sondern auch weil die Sinne bei jeder Fahrt mit diesem Speedster
mit bislang unbekannter Intensität an gesprochen werden und ein
pures Fahrerlebnis vermitteln. Damit ermöglicht das automobile
Vollblut eine für ein Straßenfahrzeug wirklich beispiellose
Open-Air-Erfahrung.
Muskulöses Heck und lange Haube bestimmen die Silhouette
Die Silhouette des SLR Stirling Moss ist geprägt von zwei
Volumina, die sich spannungsvoll durchdringen – die
langgestreckte, prominente Motorhaube und das kompakte, muskulöse
Heck. Weil auf eine Windschutzscheibe verzichtet wurde, geht der
Fahrzeugkörper optisch direkt ins Interieur über und wirkt dadurch
betont gestreckt. Damit strahlt der Sportwagen bereits im Stand
eine ungeheure Dynamik aus, die den Betrachter unmittelbar in
seinen Bann zieht. Weitere markante Merkmale sind zwei Hutzen
hinter Fahrer und Beifahrer, die zusätzliche Überrollbügel tragen
und ebenfalls Tradition und Moderne vereinen.
Die Kotflügel sind kraftvoll konturiert. Hinter der Vorderachse
münden auf beiden Seiten je zwei rhombische Auspuffendrohre.
Umgeben sind sie jeweils von einem facettenartig eingelegten
schwarzen Lüftungsgitter, das von kräftigen Konturen umfasst wird.
Durch diese expressiven Linien entsteht ein spannendes Licht- und
Schattenspiel, das den dynamischen Gesamteindruck unterstreicht.
Acht Schnellverschlüsse sichern die lange Motorhaube auch bei 350
km/h zuverlässig. Für Wartungsarbeiten kann diese Haube ganz
aufgestellt werden, so dass die Mechanik leicht zugänglich ist.
Wie beim historischen Vorbild sind auch beim neuen SLR Stirling
Moss die seitlichen Schweller sehr hoch. Deswegen entschieden sich
die Konstrukteure für Flügeltüren, die nach vorn öffnen.
Geschlossen werden kann das Fahrzeug durch zwei Abdeckungen – die
so genannten Tonneau Cover –, die im Kofferraum mitgeführt werden
können. Sind beide Tonneau Cover und die Türen geschlossen, zeigt
der SLR Stirling Moss eine regelrecht skulpturale Anmutung. In
diesem Zustand ist das Auto außerdem vor Zugriff von außen
gesichert. Die Ansicht des kraftvollen und breit wirkenden Hecks
bestimmen die Überrollbügel, ein mächtiger Diffusor sowie schmale,
in die Seiten hineinreichende Heckleuchten mit leistungsfähiger
LED-Technik. In der aerodynamisch optimierten Abrisskante ist das
dritte Bremslicht eingelassen; eine quadratische
Nebelschlussleuchte wie in der Formel 1 sitzt im Mittelsteg des
Hecks. Wegen des Verzichts auf eine Windschutzscheibe ist der
Übergang vom Exterieur zum asymmetrisch gestalteten Interieur
fließend – die Karosserie geht über das Plenum direkt ins
Armaturenbrett über. Dem puristischen Exterieur des Fahrzeugs
entsprechend, ist auch das Interieur auf das Wesentliche
reduziert. Einander durchdringende Flächen in Instrumententafel
und Türen sorgen für ein spannendes Ambiente und vermitteln
Perfektionismus.
Hochwertige und authentische Materialien
Für das Interieur ebenfalls stilprägend ist ein Materialmix aus
Carbon, Aluminium und Leder – wertvolle Werkstoffe von hoher
Authentizität. Insbesondere die Verarbeitung der belederten
Oberflächen ist inspiriert aus dem Motorsport. Die Absteppung der
Sitzbezüge leitet sich beispielsweise direkt von dem klassischen
Karo-Muster historischer Stoffsitze ab. Die kontrastierenden
Leder, das tiefschwarze Nappaleder und das farbige
Silver-Arrow-Leder in Verbindung mit den expressiven
Doppelkappnähten steigern die Dramaturgie des Interieurs.
Das Ergebnis der aufwändigen Carbon-Technik sind vorbildliche
Energie-absorption und damit sehr hohe Insassensicherheit sowie
eine für offene Fahrzeuge beispiellose Torsionssteifigkeit. Sie
ermöglicht herausragende Fahreigenschaften, wie sie sonst nur
geschlossene Supersportwagen bieten. Außerdem ist der SLR Stirling
Moss das leichteste Familienmitglied. Mit 1551 kg Leergewicht
bringt er rund 200 kg weniger auf die Waage als die anderen
SLR-Modelle. Dabei ist der neue SLR bei gleichem Radstand von 2700
mm, der optimalen Geradeauslauf garantiert, 164 mm länger und 7 mm
breiter als die anderen SLR-Modelle.
Hochleistungstriebwerk aus der AMG-Motormanufaktur
Das kräftige Herzstück des SLR Stirling Moss ist ein
5,5-Liter-V8-Kompressormotor, der in der Mercedes-AMG
Motorenmanufaktur in Affalterbach von Hand montiert wird. Äußerst
spontanes Ansprechverhalten auf Gaspedalbewegungen, hohes
Drehmoment sowie der unverwechselbare V8-Sound zählen zu den
besonderen Stärken des Hochleistungstriebwerks, das mit 478 kW/650
PS und einem Drehmoment von 820 Nm Leistung fast im Überfluss
bereitstellt. Damit erreicht der SLR Stirling Moss selbst im
Bereich der Highend-Sportwagen herausragende Werte: Den Spurt aus
dem Stand auf 100 km/h absolviert er unter 3,5 Sekunden. Die
Höchstgeschwindigkeit beträgt 350 km/h. Ungewöhnlich wie das
Fahrzeug ist auch seine Entwicklungsgeschichte. Denn bereits in
deren Verlauf konnten SLR-Eigner das Fahrzeug beobachten,
begleiten und auch Anregungen geben.
Die SLR-Besitzer konnten das
neue Spitzenmodell bereits im Mai 2008 als Designmodell beurteilen
und es später bei ersten Testfahrten auch live erleben. Der neue
SLR Stirling Moss ist ein Auto, das für und vor allem zusammen mit
den Kunden gebaut wurde. Die Folge: Praktisch für alle 75
Exemplare des Stirling Moss, die gebaut werden, liegen bereits
Reservierungen von Kunden vor. Und auch wer eines der weiteren
SLR-Modelle haben möchte, muss sich beeilen. Denn mit dem Stirling
Moss geht die SLR-Epoche zu Ende.
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