 Segelgiganten
trafen sich in Porto Cervo
Eine Mindestlänge von 24 Meter mussten die Mega-Yachten messen,
die an der Loro Piana Superyacht Regatta teilnehmen wollten. Die
achtzehn Großsegler, die an den Start gingen, kamen jedoch auf
eine Durchschnittslänge von 33 Metern, ein Beweis dafür, dass sich
hier in Porto Cervo wirklich die ganz großen Jungs mit ihren
„Men’s Toys“ zum seglerischen Stelldichein trafen.
TEXT THOMAS KLOCKE
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FOTOS LORO PIANA
Ob der Hamburger Reeder
Claus-Peter Offen mit seiner Wally „YK3“, der Schweizer Marco
Vogele mit seiner 32-Meter-„Gliss“, Sir Lindsay Owen-Jones, Chef
des weltgrößten Kosmetikkonzerns L’Oreal, mit seiner „Magic Carpet
2“ oder Thomas Bscher, Miteigentümer des Bankhauses Sal.
Oppenheim, mit „Open Season“ – an diesen vier herrlichen
Juni-Tagen trafen sich Großunternehmer, um mit Gleichgesinnten
ihre Kräfte auf dem Wasser zu messen. Und natürlich ließ es sich
Pier Luigi „Pigi“ Loro Piana, der gemeinsam mit seinem Bruder
Sergio das italienische Luxusmodeunternehmen Loro Piana leitet,
nicht nehmen, persönlich das Steuer seines Segelschiffes „My Song“
zu übernehmen, zumal Loro Piana auch als Titelsponsor für diese renommierte
Regatta auftrat.
„Wir haben nun einmal eine Schwäche für das Allerbeste“,
antwortete Pier Luigi auf die Frage, warum sie das Hauptsponsoring
dieses Events übernommen hatten. Die Firma Loro Piana ist der
größte Cashmere-Hersteller und der größte Händler feinster Wolle
in der Welt. Die Weberei hält seit 2005 den Weltrekord für die
feinste gesponnene Wollfaser mit nur 11,8 Mikrometer Durchmesser.
Die eigenen hochwertigen Modekollektionen werden weltweit in 126
Stores verkauft, von denen sich die meisten in Firmenbesitz
befinden.
Das Event vom 9. bis 13. Juni bildete den Auftakt zur diesjährigen
Superyacht-Rennsaison im Mittelmeer. Am Freitag herrschte noch
Hochstimmung bei „Pigi“ an Bord, hatte er doch gerade das zweite
von drei Rennen gewonnen, und das bei Windstärken bis zu 29
Knoten. Am letzten Regattatag musste er sich bei völlig kuriosen
Windverhältnissen, die innerhalb weniger Minuten ständig
wechselten, mit seiner schnittigen, von Reichel-Pugh designten
Meeresschönheit dem Schweizer Marco Vogele und seiner „Gliss“
geschlagen geben, der auch den Gesamtsieg der Wettfahrten für sich
entscheiden konnte.
Vogele konnte dann bei der Preisverleihung auch entsprechend
jubeln: „Diese Location und die Organisation sind das Beste, was
wir erlebt haben. Die Felsen, die teilweise als natürliche Marken
den Kurs festlegen, sind perfekt für alle Teilnehmer.“ Den zweiten
Platz in der Gesamtwertung belegte „My Song“, auf Platz drei kam
die 36-Meter-Yacht „Hamilton II“ von Charles Dunstone. Ein
Hingucker war wie immer die Jongert-Yacht „Scorpione dei Mare“ mit
ihrem giftgrünen Spinnaker. Eines der Highlights im
gesellschaftlichen Rahmenprogramm war die Owners Beach Party im
Hotel Romazzino.
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