
HORSEPOWER
11. German
Polo Master
Das elfte German Polo Master, ein 7-Nationen-Medium-Goal-Turnier,
war wieder einmal das Highlight im Sylter Veranstaltungskalender.
In vier spannenden Chukker konnte sich das Team Bonapart im
Endspiel gegen das Team von Lloyd Fonds durchsetzen und den
begehrten Sal. Oppenheim Gold Cup gewinnen.
TEXT: THOMAS KLOCKE
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FOTOS: HOLGER WIDE
Nach einem tempo- und torreichen Spiel mit 10:6 Toren hatte sich
zuvor das Bentley Team den dritten Platz gegen das Team Tom Tailor
gesichert. Im Habfinale hatten die Bentley Boys zuvor etwas Pech
gehabt und das Finale nur um Haaresbreite verpasst. GR.AN.DI.OS.,
das Team der Kampener Gastronomie, Turniersieger 2006 und 2007,
musste sich trotz des argentinischen Star-Spielers Lucas Labat (hcp
7) mit Platz 5 zufrieden geben. Es folgten Team König Pilsener auf
Platz 6 und Team Champagne Lanson auf Platz 7. Titelsponsor Sal.
Oppenheim, bei dem der geschäftsführende Direktor Clemens Graf von
Wedel (64, hcp 0) und Hans-Albrecht Freiherr von Maltzhahn (73,
hcp 0), Vorsitzender des deutschen Poloverbands, selbst im Sattel
saßen, freuten sich über Platz 8 nach dem Motto „Dabei sein ist
alles“.
Am Ende des siebentägigen Medium-Goal-Turniers lagen sich bei der
Siegerehrung die acht Mannschaften aus sieben Nationen glücklich
in den Armen. Alle Spieler unverletzt und alle insgesamt 200
Polopferde, eine Mischung aus der argentinischen Landrasse
„Criollo“ und dem englischen Vollblut, haben das Turnier topfit
gemeistert. Tierärztin Stefanie Petersen aus Tinnum meldete:
„Alles super!“
Dabei ist Polo nicht nur der älteste Mannschaftssport der Welt,
sondern auch einer der schwersten und härtesten. So fiel zum
Beispiel der beste deutsche Polospieler Thomas Winter (Team Lanson,
hcp 5) aus, da ihm im Vorbereitungstraining ein Poloball den
linken Mittelhandknochen „zerschoss“.
„Sport der Könige“ wird Polo genannt, wen wundert es da, dass sich
auch die Spieler königlich fair verhalten. Am Ende auf dem
Siegerpodest feierte Bonapart den vergoldeten Silberpokal und die
traditionelle Lanson-Champagnerdusche erfrischte alle Spieler
gleichermaßen. „In der Geschichte der German Polo Masters hatten
wir noch nie so viele Besucher am Finaltag“, war dann auch
Veranstalterin Kiki Schneider hoch zufrieden mit dem
Turnierverlauf.
Und auch der Wettergott hatte es mit den 11.
German Polo Masters wieder einmal gut gemeint. Während aller Tage
schien herrlich die Sonne mit argentinischen Temperaturen von bis
zu 30 Grad Celsius und so mancher Gast holte sich beim Zuschauen
einen Sonnenbrand auf der Nase.
Wie von Zauberhand geführt, zogen erst am Ende des Turniers dunkle
Wolken am Himmel auf, und bei der Siegerehrung am Sonntagabend (3.
8. ’08, 20.00 Uhr) begann es zu regnen. Insgesamt standen die
German Polo Masters aber ganz im Sonnenzeichen – eine große
Motivation für Spieler und Veranstalter für die 12. German Polo
Masters Sylt im nächsten Jahr.
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