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HEFT 17 | SOMMER 2008   

 

 

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Das ist die Grenze des Machbaren
Ulrich Bez, Vorstandsvorsitzender von Aston Martin, im High-Life-Interview

Aston Martin macht unter seinem CEO Ulrich Bez Furore auf vielen Schauplätzen. High Life sprach mit dem Stuttgarter Top-Manager über Umweltbewusstsein, Gesamtkunstwerke und James Bonds nächsten Dienstwagen..

 

Herr Dr. Bez, Aston Martin hat einen neuen Hauptaktionär.
Was bedeutet der Besitzerwechsel für die Marke?

Das bedeutet, dass ich nach sieben Jahren bei Aston Martin nun Miteigentümer bin und für weitere fünf Jahre als CEO zur Verfügung stehe. Dies garantiert einerseits Kontinuität und andererseits auch Wachstumschancen.

In der aktuellen Klimadiskussion schneiden Supersportwagen, wie sie Aston Martin baut, zwangsläufig nicht gut ab. Auf der anderen Seite haben Sie gerade ein Design-Studio eröffnet, das profundes Umweltbewusstsein verrät. Ein Widerspruch?

Nein, überhaupt nicht. In der aktuellen Klimadiskussion werden viel zu viele individuelle Interessen verfolgt. Das sollte uns nicht daran hindern, die Zukunft des technisch Machbaren aufzuzeigen. Wir haben in den letzten sieben Jahren unseren CO2-Ausstoß um 20 Prozent reduziert und mit unserem Design-Studio ein Gebäude zu vertretbaren Kosten gebaut, welches 80 Prozent weniger Energie verbraucht als ein vergleichbares Gebäude in England. Wenn das Schule machen würde, hätten wir für die Umwelt mehr geleistet als viele der Umwelt-Trittbrettfahrer.

Warum sind Sie für den Bau des Design-Studios eine Partnerschaft mit der österreichischen Firma Holzbau Saurer eingegangen?

Holzbau Saurer hat unserem Anforderungsprofil nach energiesparender Bauweise mit nachwachsenden Roh- und Werkstoffen und handwerklicher Kunst am besten entsprochen. Diese Art zu bauen ist schnell, absolut zuverlässig und elegant – und somit ist dieses Gebäude ein echter Aston Martin!

Der neue Concept Car V12 Vantage RS stellt sich als einer der schnellsten Straßenwagen vor, die Aston Martin jemals bauen wird. Warum haben Sie den Prototyp entwickelt?

Es ist einfach ein Traum, in solch einem Körper einen 12-Zylinder-Motor zu haben. Das ist die Grenze des Machbaren – und das reizt mich! Und für unsere Kunden ist dieses Konzept offensichtlich ebenso reizvoll; denn die große Zahl der bereits jetzt vorliegenden Bestellungen spricht für sich.

Wie wird sich Aston Martin in Zukunft von Mitbewerbern wie Porsche, Mercedes SL oder Maserati abheben?

Wir heben uns allein durch unser Volumen von der gängigen Luxus-Massenware ab. Wir sind heute ein Leader in Design und wollen das bleiben. Homogene Hightech-Konzepte und unsere Liebe zum Detail verbinden Performance und Zuverlässigkeit zu einem Gesamtkunstwerk.

„Der Spiegel“ berichtet über Verhandlungen zwischen der Daimler AG und Aston Martin mit dem Ziel einer Zusammenarbeit. Wie soll diese Kooperation aussehen?

Wir sind ja das kleinste unabhängige Automobilunternehmen und daher frei, mit allen möglichen Partnern zu sprechen. Ich bin schon ein wenig stolz, dass große Unternehmen uns als ernsthafte Gesprächspartner ansehen.

Sie setzen Aston-Martin-Modelle gezielt mit Kunst in Szene, ob man an die fotografischen Bildkompositionen eines René Staud denkt oder jetzt an die Open-Air-Installationen der chinesischen Künstlerin Qin Yufen. Welcher Gedanke steckt dahinter?

Aston Martin verkörpert die Kunst des guten Designs – und  desdeshalb ist es mehr als naheliegend, in andere Facetten der Kunst hineinzustoßen.

Die Dreharbeiten zum neuen James Bond haben begonnen. Wir gehen davon aus, dass Geheimagent 007 als Dienstwagen wieder einen Aston Martin zur Verfügung hat. Verraten Sie uns, wie er aussieht?

Ja, natürlich. „Quantum of Solace“ ist eine Fortsetzung von „Casino Royale“. Der DBS ist repariert und bereit für neue außergewöhnliche Abenteuer.

 

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Aston Martin Design Studio

 

Quantum of Solace



In der Fortsetzung von „Casino Royale“ steht James Bond wieder ein Aston Martin DBS für neue Abenteuer bereit...

 

 

 


 

 

 

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