
Neapolitanische Eleganz in Hannover
Michael
Jondral eröffnet eigenen Store
Zwanzigjährige Erfahrung in luxuriöser Herrenmode machten es ihm
leicht: Der Hannoveraner Michael Jondral präsentiert seine
Kompetenz jetzt in eigener Regie.
Es war ein exquisiter
Moment, als dieser Rat kam: „Michele, mach das jetzt mit Deinem
eigenen Laden!“ Man lag auf einer Riva Aquarama in der
Mittelmeersonne. Das wunderschöne legendäre Mahagoniboot aus den
60ern umschiffte gerade die Nordspitze von Ischia, am Steuer der
Ratgeber, einer der besten Schneider der Welt: Massimiliano
Attolini.
Michele hat gemacht – Michele, das ist Michael Jondral, Experte
für feinste Herrenmode. Eröffnung war am 15. September 2007 in
Hannover. In der Leine-Metropole ist er seit langem gefragter
Ansprechpartner, wenn Kunden fürs Outfit das ganz Besondere
suchen. Jondral: „Während meiner Zeit als Geschäftsführer von
‚Heinrichs Herrenmoden‘ habe ich gelernt, was Männer wünschen:
Persönliche, individuelle Beratung und mein Wort darauf, dass sie
mit der handwerklichen und ästhetischen Güte der ausgewählten
Kollektionen gut beraten sind.“
Mit der Erfahrung aus zwei Jahrzehnten geht Michael Jondral jetzt
in der Karmarschstraße, im alten Herzen von Hannover, auf eigener
Bühne seiner Passion nach: Sein Publikum in edelste Qualitäten zu
kleiden. Wer hier kauft, macht sich für seine öffentlichen und
privaten Auftritte mit erlesener Handarbeit fein. Dass Jondrals
Liebe zu Neapel dabei reife Früchte trägt, liegt nahe: Das
süditalienische Modezentrum konzentriert raffinierte
Handwerkskunst wie kaum eine andere Stadt. Die neapolitanischen
Schneider sind die berühmtesten der Welt, kein Zufall also, dass
auch das Haus Attolini hier ansässig ist.
Es wird in dritter Familiengeneration von zwei Brüdern geführt.
Die Freundschaft zu Massimiliano und Giuseppe Attolini prägt die
Atmosphäre in Hannover: Das elegante Interior Design (Atelier
Kempf) zieht sich schlank in die Tiefe und öffnet am Ende den
Blick in den Süden: Fotowände aus Lichtglas zeigen Szenen aus der
Werkstatt von Attolini, „und wenn es bei achtundsechzig
Quadratmetern Fläche nicht etwas übertrieben klingen würde,
könnten wir fast sagen, wir hätten den ersten
Attolini-Flagshipstore in Deutschland“.
Erster Schwerpunkt also Attolinis Prêt-à-porter-Kollektionen und
Maßschneiderarbeiten, und auch drumherum setzt Michael Jondral
Neapel mit sicherem Gespür fürs Außergewöhnliche in Szene. Er
führt unter anderem Hemden von Barba, sie werden fast
ausschließlich in Handarbeit geschneidert; Krawatten (anglophile
Muster in bedruckter Seide) aus der Kultmanufaktur E. Marinella –
„wir sind der erste Laden nördlich von Neapel, in dem sie zu haben
sind“; Düfte, die sich nicht in jeder Parfümerie finden wie Panama
von Boellis oder Carthusia, kreiert von einer kleinen Drogerie auf
Capri, nur mit natürlichen Ingredienzien der Insel, und wenn man
schon mal da ist, nimmt man vielleicht auch gern Nudeln von Setaro
mit, handgefertigt aus Hartweizengries.
Selbstverständlich macht das Faible für die Vesuvstadt Michael
Jondral und seine Frau Bettina nicht blind für Top-Qualitäten aus
anderen Regionen. Wer auch seine Füße gern mit nobler Handarbeit
verwöhnt: Hier bezieht man Schuhe von Saint Crispin’s, Wien, lässt
sie sich in Form, Farbe und Leder ganz nach individuellem Gusto
fertigen. Es gibt 7-of-all-Mankind-Jeans aus Kalifornien,
Kaschmir-Strick von McLeod aus Perugia – doch noch einmal zurück
zu Attolini. Wer bei seinen Anzügen auf Maßschneiderei besteht,
der sei auf Michael Jondrals Maßtage verwiesen (der nächste findet
kurz vor Ostern 2008 statt). Dann findet man Massimo Attolini mit
Sicherheit nicht am Steuer seiner Riva. Dann nimmt er in Hannover
bei Jondral-Kunden eigenhändig Maß.
Die aktuelle HIGH LIFE
Ausgabe Heft 16, erhältlich in unserem
Online-Shop, einfach auswählen und bestellen, oder genießen Sie HIGH
LIFE dreimal im Jahr im kostengünstigen
Abonnement frei Haus.
|