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HEFT 16 | FRÜHJAHR 2008   

 

 

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Earthrace auf grüner Mission
Hamburgs Hafen bekam Besuch von einem Powerboot, das mit Biodiesel fährt und als Rekordbrecher auftritt.

Die Hamburger lieben Besuch in ihrem Hafen, und sie sind noble Gäste gewöhnt. Wie sie mit massenhafter Begeisterung die Queen Mary 2 begrüßen, wann immer sie einläuft, ist längst Kult. Als Ende August 2007 die Earthrace den Sporthafen ansteuerte, kam es freilich zu einem Rendezvous, das einer Begegnung der dritten Art recht nahe kam.

TEXT: GÜNTER NED | FOTOS: EARTHRACE
 

Wie ein extraterrestrisches wassergängiges Raumschiff kam der Trimaran den einen vor, andere verglichen ihn mit einem gehörnten aggressiven Rieseninsekt. Als sich die Crew dann zum Gespräch und die Earthrace zur Besichtigung anbot, war es für manchen Schaulustigen die erste Gelegenheit, zu erfahren, was es mit dem silberfarbenen Powerboot auf sich hat. Es liegt eine gescheiterte Rekordumrundung der Erde hinter ihr, gegenwärtig ist sie auf Promotionstour durch Europa.

Die Mission der Earthrace: Ihre Existenz und ihre rasanten Unternehmungen haben ökologischen Impetus, verstehen sich als Einsatz für umweltfreundliche Technologien. Die Earthrace fährt mit Biodiesel und präsentiert sich auch sonst als Vorzeigemodell, vom Rumpf, designt aus nichtgiftigen Materialien, bis zum extrem niedrigen CO2-Ausstoß der beiden je 540 PS starken Cummins-Mercruiser-Motoren.

Motto: „Die Earthrace ist derzeit eines der meistbeachteten und grünsten Powerboote der Welt. Die spektakuläre Weltumrundung als Beitrag zur globalen Klimarettung startete im März 2007. Sie stand leider unter unguten Sternen: eine Kollision vor der Küste Guatemalas (in voller Fahrt mit einem Fischerboot, das falsche Warnlichter gesetzt hatte, ein Fischer kam ums Leben), Tage ohne Treibstoff, schwere Seen, schließlich Ende Mai ein Sturm im Mittelmeer mit Materialschäden, die zum Abbruch zwangen – nicht aber zur Aufgabe. Der Neuseeländer Pete Bethune, CEO und Spiritus Rector des Unternehmens, passionierter Umweltschützer, Besitzer und Skipper der Earthrace hat einen neuen Versuch für März 2008 angekündigt.

Ziel ist das gleiche: Den Weltrekord für die Erdumschiffung durch Powerboote zu brechen. Er steht bei 75 Tagen. Bethune: „Den Rekord vernichtend zu schlagen, ihn mit zehn oder mehr Tagen zu unterbieten, ist mit Sicherheit machbar. Aber auch wenn wir es nur mit vierundsiebzigeinhalb Tagen schaffen, lassen wir die Champagnerkorken knallen.“ Was den Skipper so zuversichtlich macht, sind – neben den 45 kn (90 km/h) Höchstgeschwindigkeit, der Reichweite von 3000 nm (6000 km) – Highlights wie das futuristische Design der Earthrace. Es hat seinen Grund in einer wichtigen Funktion. Der Bug ist ganz scharf, es gibt vorne nur minimalen Auftrieb, vertikale Bewegungen werden so weit wie möglich reduziert.

Zweck: Die Earthrace reitet nicht über die Kämme der Wellen, sie soll auch bei bewegtester See die Wellen durchstechen, ja, durch sie hindurchtauchen können. Technologische Spitzenleistung also in Verbindung mit seemännischem Mut und Können – ein Trumpf im Kampf gegen den Klimawandel. Pete Bethune: „Es gibt die Vision einer Welt, die ausschließlich Treibstoffe aus nachhaltigen Ressourcen verwendet. Indem sie die Power, die Zuverlässigkeit und die Umweltsicherheit von Biodiesel demonstriert, setzt sich die Earthrace dafür ein, diese Vision zu verwirklichen.“

Zugegeben, es gab unter den Hamburgern, die das Powerboot in Augenschein nahmen, auch skeptische Stimmen, Verweise etwa darauf, wieviel natürlicher Regenwald den nachhaltigen Plantagen geopfert würde, wie viele Urwaldtiere dabei ihre angestammte Lebenswelt verlören. Eindrucksvoll bleibt: Das Unternehmen Earthrace wurde und wird von freiwilligen Helfern leidenschaftlich unterstützt, von namhaften Firmen gesponsert. Unübersehbar: Industrien haben im Klimaschutz ein Ziel gefunden.

 

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Earthrace auf grüner Mission

Wie ein extraterrestrisches wasser-gängiges Raumschiff kam der Trimaran den einen vor, andere verglichen ihn mit einem gehörnten aggressiven Riesen-insekt. Als sich die Crew dann zum Gespräch und die Earthrace zur Besichtigung anbot, war es für manchen Schaulustigen die erste Gelegenheit, zu erfahren, was es mit dem silberfarbenen Powerboot auf sich hat. Es liegt eine gescheiterte Rekordumrundung der Erde hinter ihr, gegenwärtig ist sie auf Promotionstour durch Europa.

Die Mission der Earthrace:

Ihre Existenz und ihre rasanten Unternehmungen haben ökologischen Impetus, verstehen sich als Einsatz für umweltfreundliche Technologien. Die Earthrace fährt mit Biodiesel und präsentiert sich auch sonst als Vorzeigemodell, vom Rumpf, designt aus nichtgiftigen Materialien, bis zum extrem niedrigen CO2-Ausstoß der beiden je 540 PS starken Cummins-Mercruiser-Motoren.

Eindrucksvoll bleibt:

Das Unternehmen Earthrace wurde und wird von freiwilligen Helfern leiden-schaftlich unterstützt, von namhaften Firmen gesponsert. Unübersehbar: Industrien haben im Klimaschutz ein Ziel gefunden.

 

 www.earthrace.net


 

 

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