
Das Goldene Dutzend
Lucullus, der römische Feldherr, war der erste große Meisterkoch
der Geschichte der Gourmandise. Einen weiteren Meilenstein setzte
Auguste Escoffier mit seiner Grande Cuisine im 19. Jahrhundert.
Große Namen, die die Edelküchen der Welt prägten, gab es zu allen
Zeiten. Das gilt natürlich auch für die jüngere Vergangenheit und
die Gegenwart, als das deutsche Küchenwunder begann und
Küchenchefs international zu Stars wurden.
VON HEINZ HORRMANN
Das Goldene Dutzend unserer Tage,
die Besten der Besten im Koch-Olymp (hier noch eine Reihenfolge zu
bestimmen, wäre vermessen), kann nur mit einem Namen beginnen, mit
"Monsieur Paul", Weltstar Paul Bocuse aus Collonges-au-Mont-d'Or
bei Lyon, der im Februar seinen achtzigsten Geburtstag gefeiert
hat. Als "Revolutionär" wird er in der Geschichte der Kulinarik
seinen Platz finden, als Befreier der erstarrten Haute Cuisine,
als Erfinder des Amuse-gueules und als Urbild des Küchenchefs, der
gleichzeitig Kommunikator ist. Natürlich bejubelt ihn eine große
Schar Bocuse-Jünger als Initiator der Nouvelle Cuisine, obwohl
dieses Verdienst eigentlich Michel Guérard gebührt. Was soll's?
Unangetastet haben seine Klassiker heute und morgen Bestand, die
Rotbarben mit Kartoffelschuppen oder die Trüffelsuppe "Giscard d'Estaing",
die er zu einem Staatsempfang im Élysée-Palast kreierte und die
ihm den höchsten Orden der Grande Nation einbrachte.
Paul Bocuse · Alain Ducasse ·
Marc
Haeberlin
Eckart
Witzigmann · Jean-Georges Vongerichten ·
Ferran Adriá
Nobuyuki
Matsuhisa ·
Joël Robuchon · Gordon Ramsay
Marc Veyrat
· Fredy
Girardet · Jean-Claude Bourgueil
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