
Uhrenkosmos Basel
Uhren- und Schmuckmesse BASELWORLD 2006
mit neuem Besucherrekord
Das enorme Medien- und Besucherinteresse spiegelt sich allein
schon in der Zahl von mehr als 2.500 akkreditierten Journalisten
aus über 70 Ländern wider, die über die BASELWORLD 2006
berichteten. Wie schon seit Jahren nicht mehr bilanzierten auch
viele Aussteller eine gelungene Messewoche bei einem
„überwältigenden Besucher-Aufmarsch“, wie die Baseler Messemacher
konstatierten. Die Zahl von 94.200 Gästen aus mehr als 100
Nationen markieren einen neuen Rekord. Glänzende Aussichten also
für eine Branche, bei der teure und ausgefallene Stücke nach wie
vor heiß begehrt sind.
TEXT VON PETER UNGER
Messechefin Sylvie Ritter äußerte sich überzeugt davon, dass sich
die Veranstaltung „auf höchstem Niveau etabliert hat“. Man bewege
sich in einem „dynamischen Umfeld", und sei „bereit für eine
erfolgreiche Zukunft“, gab sich Ritter euphorisch. Auch
Karl-Friedrich Scheufele, Co-Präsident von Chopard, unterstreicht
diesen Eindruck: „Die Baselworld war eine sehr erfolgreiche Messe
mit einer sehr guten, weltweiten Präsenz – ein unumgängliches
Rendezvous auf hohem Niveau.“ Und für Christophe Chaix, Sales
Director von Hermès, gilt: „Hier ist der entscheidende Ort, um
unsere Kunden zu treffen.“ Gleichzeitig würden sich die Umsätze
äußerst positiv entwickeln. Selbst François Thiébaud, Präsident
der Schweizer Aussteller, griff bei seinem Resümee zu
Superlativen: „Der Jahrgang 2006 verlief für uns sehr gut. Wir
haben vom Markt sehr gute Rückmeldungen erhalten.“
Bereits seit 1917 – zunächst als Teil der Basler Mustermesse –
treffen sich die Schmuck- und Uhrenhersteller in Basel, um ihre
Prachtstücke vorzustellen. Erst 1972 öffnete sich die Messe für
ausländische Aussteller, damals noch aus Deutschland, Frankreich,
Großbritannien und Italien, ab 1986 auch für außereuropäische
Länder. Mittlerweile steht die weltweit größte Uhren- und
Schmuckmesse ganz im Zeichen der Luxusuhren.
So sind die Umsätze bei Zeitmessern aus Gold, Silber und Platin
kräftig in die Höhe geschnellt. Ein Wermutstropfen für die Branche
ist allerdings die bislang hinkende Nachfrage nach Uhren der
unteren und mittleren Preisklasse. Der internationale Trend zu
wertvollen Zeitmessern schlägt sich am deutlichsten in den
Exportquoten der Schweizer Uhrenindustrie nieder.
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