
Bilanz aus Maranello
Mit sprachlicher, technologischer und ästhetischer Erneuerunglust
stellte Ferrari in Genf seinen 599 GTB Fiorano vor.
TEXT VON GÜNTER NED |
FOTOS VON FERRARI
FERRARI ZOG BILANZ und zeigte sich mit dem Geschäftserfolg 2005
deutlich zufrieden. Die internationale Klientel erstand 5400
Fahrzeuge mit dem sich bäumenden Ross. Basis dafür, so war aus
Maranello zu hören, seien die guten Verkaufszahlen des F430 (Berlinetta
wie Spyder), des 612 Scaglietti und der Sonderedition Superamerica
gewesen. Rosig sehe man auch die Aussichten für 2006. Ferraris
neues Flaggschiff, der 599 GTB Fiorano, eine der Weltpremieren
beim diesjährigen Genfer Auto-Salon, spielt in dieser Prognose
eine wichtige Rolle: „Der Ferrari 599 GTB Fiorano bildet die
Vervollständigung eines einzigartigen Produktangebots mit hohem
Innovationsgehalt.“
Ein wahres Innovationsbündel ist „die leistungsfähigste
Zwölfzylinder-Berlinetta, die je in Maranello realisiert wurde“
(Originalton Ferrari) in der Tat. Der V-12-Motor mit seinen 5999
cm3 Hubraum leistet 620 PS bei 7600 Umdrehungen pro
Minute, das sei „eine spezifische Leistung von 103 PS/l, die
niemals von einem Reihen-Saugmotor mit diesem Hubraum erzielt
wurde“. Damit beschleunigt der von Pininfarina designte
Supersportwagen
von 0 auf 100 km/h in 3,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit, so
die Auskunft aus Maranello „übersteigt 330 km/h“.
Innovativ auch – in der Terminologie wie in der Technologie –, wie
Ferrari die Fahrzeugdynamik des 599 GTB Fiorano aufbaut. Als
Weltneuheit wird die Schaltung „F1-SuperFast“ präsentiert.
Als weitere Weltneuheit tritt „SCM“ auf, eine „Federung mit
magnetorheologischer Kontrolle“. Dabei reagieren die Stoßdämpfer
auf ein elektronisch kontrolliertes Magnetfeld, das Schlingern
wird reduziert, Beschleunigung, Bremsen und Richtungsänderungen
hat der Fahrer optimal im Griff.
Pininfarinas skulpturelles Design gibt dem 599 GTB Fiorano eine
Optik mit auf die Piste, die sich viele seiner künftigen Besitzer
werden auf den Leib schneidern lassen. Das legt zumindest die
Erfahrung nahe. Ferrari weist darauf hin, dass im Jahr 2005 fast
alle Kunden für Sonderwünsche entweder das „Indivi-dualisierungsprogramm
Carrozzeria Scaglietti“ in Anspruch nahmen oder
Sonderanfertigungen in Auftrag gaben. Die Tendenz geht zum
Ferrari-Einzelstück.
Das vollständige Porträt über den Ferrari 599 GTB Fiorano lesen Sie in der HIGH LIFE
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