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The Chedi Muscat
Design mit
arabischer Seele
In Oman, am Ostende der Arabischen Halbinsel, hat sich ein
erlesenes Beach-Resort innerhalb von knapp zwei Jahren in die
internationalen Top-Rankings katapultiert. The Chedi Muscat -
attraktiv unter anderem durch sein Raffiniertes Design.
Text: Günter Ned | Fotos: Ydo Sol
Die Zukunft Omans beginnt 1970. Sultan Said bin Taimur, ein
Feind des Westens, verliert die Macht. Sein Sohn Qaboos bin Said
ergreift sie - und das erweist sich als Glücksfall für das Land.
Sultan Qaboos setzt eine Modernisierung und Öffnung in Gang, die
Oman fit macht für das 21. Jahrhundert. Dabei gelingt ihm eine
Gratwanderung, bei der manche Nachbarstaaten am Golf nicht ganz so
glücklich aussehen: Das Land des Sultans verliert, zumindest bis
heute, seine arabische Seele nicht. Kein Wolkenkratzer erhebt sich
über der Hauptstadt Muscat, dafür der Turm und die goldene Kuppel
der großen neuen, 2001 eröffneten Moschee. Die Häuser neben den
sechsspurigen Straßen, und seien es die prachtvollsten Residenzen,
präsentieren in strahlendem Weiß klassische omanische Architektur.
Der freitägliche Ziegen- und Rindermarkt in Nizwa dürfte sich im
Mittelalter nicht anders abgespielt haben als heute. Damals war
Nizwa, im Landesinneren gelegen, Omans Hauptstadt.
Muscat, die heutige Kapitale, wird oft als "Juwel Arabiens"
bezeichnet. Vor knapp zwei Jahren hat die Metropole am Golf von
Oman seinerseits ein Juwel der Luxushotellerie hervorgebracht: The
Chedi Muscat. Seine Gäste erleben die arabische Seele nicht erst
bei Ausflügen zum Ziegenmarkt von Nizwa, zum Fischmarkt von
Muttrah oder dort im alten Souk beim Weihrauchkauf. Sie spüren sie
bereits, wenn sie zum ersten Mal die Lounge betreten, und haben
sie von da an beständig um und in sich - auf ganz sublime,
elegante Weise.
Das ist zunächst den Architekten zu danken, Jean-Michel Gathy
zum Beispiel von Denniston Architects in Kuala Lumpur. Er schuf
das Hoteldesign, außen wie innen. Wie er es genau gemacht hat,
wird sein Geheimnis bleiben. Aber es gelang dem Belgier sichtlich,
aus Grundelementen omanischer Architektur - geschwungenen
Spitzbögen, hohen schmalen Fensteröffnungen, Kuppeln, strahlend
weißen Fassaden etc. -, aus ihren genau adaptierten, ästhetischen
Dimensionen und Proportionen Interieurs und Garten-landschaften
entstehen zu lassen, die mit modernster Eleganz arabischen Zauber
präsentieren. Gathys gestalterisches Grundprinzip war dabei ein
Minimalismus, dessen Reduktionen nicht, wie anderwärts oft
gesehen, der Kargheit Tür und Tor öffnen, die vielmehr reichlich
Raum für die individuellen Atmosphären der Gäste schaffen.
Bestes Beispiel sind natürlich die exklusivsten Wohnszenerien, die
The Chedi Muscat zu bieten hat, die 36
The-Chedi-Muscat-Club-Suiten. Sie führen, wie das gesamte Resort,
eine geometrische Schönheit vor, die es versteht, auf feinen
Kanälen in die Seele des Gastes zu dringen und dort als ein Quell
aufzugehen, der scheinbar unerschöpflich Ruhe, Wohlbehagen und
Frieden spendet. Raffiniert gewählt die Materialien, mit erlesener
Zurückhaltung gesetzt die Farben. [...]
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