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TRÜFFEL
Genuss ohne Ende
Ob schwarze Périgordtrüffel oder die weiße, italienische Königin
der Trüffel aus dem Piemont, für Gourmets sind beide ein
unvergleichlicher Genuss. Die Liebhaber des intensiven, an
Knoblauch erinnernden Geruchs und wunderbar milden Geschmacks der
Albatrüffel müssen bei Kilopreisen von bis zu fünftausend Euro
allerdings für jedes feine Scheibchen tief in die Tasche greifen.
PRODUKTKUNDE
Welche Trüffelarten gibt es?
Experten wissen von über hundert, möglicherweise noch mehr
Trüffelsorten. Genießbar sind nur einige, und neben Tuber melanosporum,
Tuber magnatum und Tuber aestivum gibt es durchaus noch andere mit
Wohlgeschmack, den Tuber brumale (Muscato, Musquée) zum Beispiel, die
normale Wintertrüffel (sie ähnelt der schwarzen, ohne deren Duft und
Geruchsintensität zu erreichen) oder den Tuber albidum (Bianchetto). Er
ist weiß, wird von Januar bis April in Italien geerntet, mit ähnlicher
Aromaeinschränkung im Vergleich zur Albatrüffel. Sein Preis liegt aber
auch wesentlich tiefer. Wir konzentrieren uns auf die ersten drei
Sorten, sie spielen im Handel die Hauptrollen, ihnen gilt die Lust der
Gourmets in erster Linie.
Die Périgordtrüffel (Tuber melanosporum)
Der "schwarze Diamant" wird im Périgord, im Vaucluse und in der
nördlichen Provence gefunden, aber auch in Italien. Die schwarze, über
und über mit Warzen bedeckte Knolle hat von November bis März Saison,
ihre Spitzenqualität erreicht sie ab Januar. Komplexer Geruch nach Wald
und Erde, etwas Moschus, auch leicht süßlich. Das Fruchtfleisch ist im
Bestzustand schwarzviolett, von feinen weißen Adern durchzogen. Der
Preis schwankt wie bei allen Trüffeln je nach Tagesform. Zu viele
Faktoren spielen bei der Bestimmung zusammen (so gibt es auch bei den
Trüffeln gute und schlechte Jahrgänge).
Richtwert für den Privatkunden: 950,- bis 1200,- Euro pro Kilo.
Die weiße Albatrüffel (Tuber magnatum)
Die Königin der italienischen Trüffel hat einen intensiven, an Knoblauch
erinnernden Geruch und einen wunderbar milden Geschmack. Der Pilz ist
weiß bis grau oder hellbraun, rund bis knollenförmig. Er wird von Anfang
Oktober bis Ende Dezember gehandelt, im November erreicht er in der
Regel seine Spitzenqualität. Zentrum ist das Piemont mit Teilen der
Emilia Romagna, der Toskana, der Lombardei und von Ligurien. Er wird
aber auch in Umbrien, Marken und den Abruzzen in beachtlicher Güte
gefunden. Die weiße Albatrüffel erzielt mit Abstand die höchsten Preise.
Der Endverbraucher kann mit 4500,- bis 5000,- Euro pro Kilo rechnen.
Erste Angebote in diesem Jahr lagen zwischen 4800,- und 4900,- Euro. Der
Preis kann sinken, er kann auch bleiben, die Händler halten sich aus
Erfahrung mit Prophezeiungen zurück.
Die Sommertrüffel (Tuber aestivum)
Sie heiß in Frankreich Truffe d'Ete, in Italien Scorzone, wird in den
Trüffelzentren beider Länder gefunden, hat von April bis November
Saison, im Herbst wird sie gelegentlich auch Herbsttrüffel genannt. Eine
wohlschmeckende Trüffel, wenn sie auch die Aromasensation der
Périgordtrüffel (der sie abgesehen vom helleren Fruchtfleisch ähnelt)
nicht erreicht. Sie wurde im Oktober mit Kilopreisen zwischen 650,- und
700,- Euro angeboten. [...]
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