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Heft 3 | Herbst 2003

 

 

Eine absolute Rarität, der Alfa Romeo Tipo B Monoposto aus dem Jahre 1932.
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GOODWOOD
Die zehnte Ausgabe des legendären "Festival of Speed"

Jedes Jahr treffen sich Mitte Juli mehr als einhunderttausend Auto Maniacs auf dem herrschaftlichen Anwesen des Earl of March and Kiurara in Chichester, sechzig Meilen südlich von London, um hier seltene Automobilklassiker und legendäre Fahrer live beim "Festival of Speed" zu erleben.

Fotos: Uli Jooß

Die Geschichte von Goodwood begann 1948 auf einem verwaisten Feldflughafen der Royal Air Force, als hier der exzentrische Großvater des heutigen Earls eine Rennstrecke errichtete. "Meine Herren, Auto fahren ist lebensgefährlich. Lassen Sie uns dafür sorgen, dass es so bleibt", wird der neunte Duke of Richmond & Gordon gerne zitiert. Seine Rennveranstaltungen gerieten immer wieder in die Schlagzeilen, da auf dem halsbrecherischen Parcours regelmäßig spektakuläre Unfälle passierten.

1966, nach einem tragischen Unfall von Stirling Moss, wurde die Rennstrecke folgerichtig geschlossen. Doch der heutige Earl of March muss das Benzin im Blut von seinem Großvater geerbt haben, denn 1993 rief er das "Festival of Speed" auf seinem wunderschönen Landsitz wieder ins Leben.

Kamen zur Premiere vor zehn Jahren immerhin schon 25.000 Besucher, so wurden gerade jetzt zur zehnten Jubiläumsveranstaltung 158.000 Autoliebhaber gezählt, die vom 11. bis 13, Juli in Chichester ihr Paradies auf Erden erlebten.

Fast dreihundert Autos wurden für dieses Mega-Event eingeflogen, davon allein fünfundzwanzig historische Rennwagen mit einem Gesamtwert von 25 Millionen Dollar! Sechshundert Marschalls mussten dafür sorgen, dass die 47.500 Besucher, die mit ihrem eigenen PKW anreisten, auch vernünftig parken konnten; hätte man alle Fahrzeuge hintereinander aufgereiht, wäre eine Schlange von 114 Meilen entstanden; allein achthundert Hektar Rasen mussten nur für dieses Wochenende gemäht und vorbereitet werden.

Natürlich hatten alle befreundeten Autohersteller und Oldtimersammler in diesem Jahr wirklich alles auf zwei und vier Rädern nach Goodwood gebracht, von dem man sonst nur träumen kann: das erste Mal seit fünfzig Jahren ließ Mercedes-Benz seinen legendären W 196 Streamliner wieder in der Öffentlichkeit vorführen, und zwar mit David Coulthard am Steuer, ein 300 SLR aus dem Jahre 1955 [...]
 

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FESTIVAL OF SPEED
Festival of Speed
Beim zehnten Festival of Speed verfolgten mehr als 150.000 Autoliebhaber die Präsentationen von Rennwagen, Klassikern und Kuriositäten aus dem internationalen Motorsport in Goodwood. Hier geben sich gerade ein McLaren-Chevrolet sowie zwei Porsche 917 ein Stelldichein.

Earl of March

Nicht Adel, sondern Geschwindigkeit verpflichtet: Autonarr Earl of March hat das "Benzin im Blut" von seinem Großvater geerbt.

BMW-Williams-Pilot Juan-Pablo Montoya erkämpfte sich schon viele Pole-Positions, gewinnen konnte er erst zweimal.
Juan-Pablo Montoya
Besonders die Parade der automobilen Klassiker sorgte für viel Beifall beim Publikum. Dem Renault 4Ocv aus dem Jahre 1926 folgt ein historischer Citroën.
Besonders die Parade der automobilen Klassiker sorgte für viel Beifall beim Publikum. Dem Renault 4Ocv aus dem Jahre 1926 folgt ein historischer Citroën.

Weitere Informationen: www.goodwood.co.uk

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